Wie viel Nähe ist Führung erlaubt?
Führung bedeutet Verantwortung für Menschen.
Aber wie weit reicht diese Verantwortung?
In der Praxis stellt sich diese Frage häufig dann, wenn Mitarbeitende unter Druck stehen – sei es beruflich oder privat. Die Auswirkungen sind oft sichtbar: Leistungsabfall, Rückzug oder Überforderung.
Die erste Reaktion vieler Führungskräfte ist verständlich: helfen wollen.
Doch genau hier entsteht ein Spannungsfeld.
Führungskräfte sind keine Therapeuten. Sie sind auch keine Lebensberater.
Die Aufgabe besteht darin, aufmerksam zu sein, Unterstützung anzubieten und gegebenenfalls Wege aufzuzeigen.
Aber ebenso darin, die eigenen Grenzen zu kennen.
In vielen Fällen ist es hilfreicher, professionelle Unterstützung zu vermitteln, als selbst zu versuchen, alle Probleme zu lösen.
Gute Führung zeigt sich nicht nur im Engagement, sondern auch in der Fähigkeit zur Abgrenzung.